5 Trends im Fördertechnik-Design für das Jahr 2020

Die Technologien werden immer ausgereifter, Produktionssysteme „schlanker“ und intelligenter. Dieser Entwicklung folgen selbstverständlich auch industrielle Förderanlagen. Riesige, klobige Förderbänder mit überdimensionierten Antriebswalzen und großen Industriemotoren verschwinden nach und nach aus der Produktion und gelten zunehmend als Relikte einer vergangenen Ära.

Heutige Förderanlagen sind elegant, effizient und flexibel und eignen sich zunehmend auch für kleinere Betriebe. Sie übernehmen eine Vielzahl von Aufgaben, die über den reinen Transport von Produkten von einem Punkt zum anderen hinausgehen. Mit der Weiterentwicklung von Konstruktion und Technologie entstehen in diesem Bereich zahlreiche neue Trends.

Intelligente Materialien für Förderanlagen

In unserer sich ständig wandelnden Welt sind fortschrittliche Materialien längst selbstverständlich. Gleiches gilt für moderne intelligente Werkstoffe, die heute standardmäßig in Produktions- und Verarbeitungsbetrieben eingesetzt werden. Die Entwicklung neuer Materialien ist in der Industrie allgegenwärtig – das zeigt sich auch bei Bandförderern. Diese werden kompakter und effizienter, während gleichzeitig ihre Kapazität und Funktionalität steigen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass vor allem Hersteller von Asynchronantrieben für diese Fördersysteme von dieser Entwicklung profitieren. Förderanlagenhersteller können neue Modelle anbieten, bei denen Motor und Steuerung in einem einzigen Modul integriert sind. Das Potenzial der heutigen intelligenten Motoren und Steuerungen in Verbindung mit Fördersystemen ist nahezu unbegrenzt. In den letzten Jahren hat es zahlreiche Veränderungen im Design von Förderanlagen gegeben, die es ermöglichen, dass diese weniger Platz in den Betrieben einnehmen – ein Trend, der sich auch in Zukunft fortsetzen wird.

Intelligente Motoren für alle Arten von Förderanlagen

Förderanlagen mit Trommelantrieben (bei denen der Motor im Antriebstrommel integriert ist) sind in heutigen Produktionsbetrieben zunehmend anzutreffen. Die Konstruktion von Förderanlagen beschränkt sich längst nicht mehr nur auf Trommeln mit großem Durchmesser. Trommelantriebe sind mittlerweile auch für modulare Kunststoffbandförderer verfügbar. Diese Trommeln sind am Außenumfang mit Kettenrädern ausgestattet, die mit der Unterseite des Kunststoffmodulbandes in Eingriff stehen. Es handelt sich hierbei um eine Weiterentwicklung einer Technologie, die seit Jahrzehnten beim Entwurf und Bau motorisierter Rollenförderer verwendet wird. Mit der Weiterentwicklung dieser Technologie können auch andere Förderanlagenarten von Trommelmotoren profitieren, zum Beispiel Kettenförderer. Sie reduzieren die Gesamthöhe und -länge der Förderanlage und verbessern gleichzeitig die Energie- und Mechanik-Effizienz der Trommelantriebe.

Neue Konstruktionen industrieller Förderanlagen

Auch Förderanlagen, die Produkte auf Paletten transportieren oder mit Paletten umgehen, werden zunehmend kompakter. Übergaben zwischen Förderern rationalisieren die Produktion, nutzen Richtungsänderungen und Paletten mit Verbindungselementen. Geräte zur Palettenpositionierung – einschließlich Anschläge, Lokalisierung und Rotation – werden in „All-in-One“-Modulen kombiniert. Dadurch verringert sich die Anzahl einzelner Geräte entlang des Förderers und der Platzbedarf in der Produktionshalle sinkt. Design-Innovationen haben auch asynchrone Palettenförderer hervorgebracht, die eine Rückführung der Paletten ermöglichen. Früher waren für die Rückführung leerer Paletten an den Anfang der Linie separate Förderanlagen und vertikale Transportsysteme erforderlich. Heute lässt sich dies alles auf einem einzigen Förderer realisieren.

Förderanlagen mit definierten, aber flexiblen Einsatzbereichen

In Zukunft wird es immer üblicher sein, Förderanlagen zu finden, die neben Metalldetektoren auch Lichtanzeigen oder Vorrichtungen zur Messung von Gewicht, Breite und Höhe ausgestattet sind. Ein neuer Trend sind Förderer mit einstellbarer Breite, und auch multifunktionale Förderanlagen für unterschiedliche Produktlängen und -breiten werden zunehmend nachgefragt. „Wir verzeichnen immer mehr Anfragen nach Förderanlagen für spezifische Aufgaben, die gleichzeitig Produkte unterschiedlicher Größen verarbeiten können“, sagt Miroslav Vancl, Leitender Technologe bei JVM Metal.

Förderanlagen werden – wie die moderne Industrie – immer intelligenter

Neue Trends und Innovationen in der industriellen Automatisierung beeinflussen die Entwicklung und Anforderungen der Hersteller von Fördersystemen. Neben der steigenden Funktionalität von Motoren und Steuerungen werden Förderanlagen zunehmend mit zusätzlichen Technologien ausgestattet. In der Industrie haben Förderer der „ersten Generation“, die einfach Produkte von Punkt A nach Punkt B transportieren, weiterhin ihren Platz. Gleichzeitig steigt jedoch die Nachfrage nach Fördersystemen, die mit anderen Geräten und Robotern auf der Linie kommunizieren können. Dies wird durch Fortschritte in Software, Hardware und Informationstechnologie ermöglicht.

Die fünf wichtigsten Trends in der Entwicklung von Bandförderern für das Jahr 2020 werden in den kommenden Jahren mit Neuerungen in der Technologie zusammentreffen. Sie gehen Hand in Hand mit den Trends der industriellen Automatisierung.